Die Ziele der URO-GenossenschaftEine Genossenschaft ist ein Erwerbs- und Wirtschaftsverein, der seine Rechtsfähigkeit nicht durch staatliche Verleihung, sondern durch Eintragung in das Genossenschaftsregister erlangt. In einer solchen Rechtsform kommen die Nachteile eines BGB-Vereins nicht zum Tragen.
Da die handelstypischen Zwecke einer Genossenschaft im Genossenschaftsgesetz lediglich beispielhaft, also nicht abschließend, aufgezählt sind, ist es möglich, eine eingetragene Genossenschaft als ergänzende Organisationsform für ärztliche Verbände zu wählen. Deshalb nutzen der Berufsverband und sein "Wunschkind" beide Strukturen, um bestehende Schnittstellen zu vertiefen und Synergieeffekte zum Vorteil aller Urologinnen und UroIogen zu nutzen.
Zentrale Ziele des "BUND DER UROLOGEN e. G." sind, die strukturpolitischen und wirtschaftlichen Interessen unserer Arztgruppe, die durch Änderungen im Gesundheitssystem und ökonomischen Druck massiv berührt werden, effektiv zu wahren. So beabsichtigt die URO-Genossenschaft, im Namen ihrer Mitglieder (Muster-)Rahmenverträge mit Kostenträgern im Gesundheitswesen, deren Inhalt Art und Umfang der Leistungserbringung sowie ihre Vergütung betreffen, abzuschließen, soweit die gesetzlichen Rahmenbedingungen dies zulassen oder erfordern.
Ein weiterer satzungsgemäßer Gegenstand der Genossenschaft ist, Einkaufsvorteile durch Nachfragebündelung für den gemeinschaftlichen Einkauf von Praxisbedarfsartikeln zu schaffen. Darüber hinaus bietet der "BUND" weitere Serviceleistungen, wie Organisation von praxisnahen Fortbildungsveranstaltungen und Tagungen, Hilfestellung bei der Einführung von Qualitätsmanagementsystemen, Sonderkonditionen bei Hotelreservierungen oder einer zukunftsbegleitenden Lebensstandardsicherung u.v.m. an.
Ihre URO-Genossenschaft entwickelt also Konzepte, die besonders Ihnen und dadurch auch Ihren Patienten helfen sollen, der Herausforderung eines dramatischen Wandels unserer sozialen Sicherungssysteme mit Aussicht auf Erfolg entgegenzutreten. Zukunftsperspektiven mit der Genossenschaft der UrologenDie konkreten Möglichkeiten des "BUND" und die zu erwartenden Vorteile für seine Mitglieder sind vielfältig.  | Freiberuflichkeit erhalten Die derzeitige Politik verfolgt mit dem Gesetzgeber seit Jahren das Ziel, den in eigener Praxis arbeitenden Facharzt als angestellten Arzt in die Klinikambulanz zu zwingen. Freiberuflichkeit mit auch eigener wirtschaftlicher Verantwortung ist aber der Garant für die Effizienz des deutschen Gesundheitssystems. Medizinische Versorgungszentren (MVZ) mit angestellten Ärzten dürfen nicht die Regelversorgung werden. Die Freiberuflichkeit zu erhalten, ist vorderstes Ziel des BUND.
|  | Chancen nutzen Der Gesetzgeber baut auf Wettbewerb. Der BUND wird die gebotenen Chancen nutzen, um die Wirtschaftlichkeit der freien Praxen im Wettbewerb auszubauen und zu fördern. Dazu muss die Einnahmenseite gestärkt und die Ausgabenseite optimiert werden.
|  | Einzelverträge für Urologen erschließen Der Gesetzgeber will neben dem Kollektivvertrag der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) zunehmend ein Einzelvertragssystem zwischen Krankenkassen und Ärzten ohne KV ausbauen. Hausarzt-Sonderverträge sind bereits in großem Umfang abgeschlossen. Sie mindern zum Vorteil der Hausärzte das für andere Facharztgruppen zur Verfügung stehende Finanzvolumen der gesetzlichen Krankenkassen. Auch die Öffnung der Krankenhäuser für die ambulante Versorgung bedeutet zunehmende Konkurrenz. Der BUND wird hier gegenhalten und Sonderverträge für Urologinnen und Urologen abschließen: Integrationsverträge [Integrierte Versorgung (§ 140a)] oder Sonderverträge [Besondere ambulante ärztliche Versorgung (§ 73c)]. Bilaterale Muster-Kooperationsverträge mit Krankenhäusern zur Übernahme der prästationären Diagnostik und poststationären Behandlung durch die Praxis mit einer Finanzierung aus den DRG werden erstellt werden. Die finanziellen Chancen für Urologinnen und Urologen aus der Zusammenarbeit mit Versandapotheken, aus Arzneirabatten und einer eigenen urologischen Positivliste werden genutzt werden.
|  | Zusammenarbeit mit regionalen Verbünden ausbauen Der BUND wird in der Zukunft ausdrücklich den Kontakt zu regionalen Verbünden und Genossenschaften suchen und Foren zum Meinungsaustausch anbieten. Die Zusammenarbeit ist dringend geboten, da die Probleme und Chancen der Urologinnen und Urologen vor Ort von ihnen am besten eingeschätzt werden können. Der BUND kann Hilfestellung leisten bei der Abfassung von Verträgen und in juristischen Fragen.
|  | Hilfestellung bei Praxisausbau zu überregionalen Einheiten leisten Die im Vertragsarztrechtsänderungsgesetz angelegten Lockerungen im Berufsrecht müssen genutzt werden. Der BUND wird bei der Gründung "überörtlicher Berufsausübungsgemeinschaften" [ehemalige Gemeinschaftspraxen, Praxisgemeinschaften, ausgelagerte Praxen] - auch per Chatroom - Beratung anbieten. Die Möglichkeit, als Praxisurologe angestellte Kolleginnen und Kollegen zu beschäftigen werden, wird gefördert.
|  | Unbürokratische Einkaufsmöglichkeiten ausbauen Zur Optimierung der Kostenseite werden die bestehenden Einkaufsmöglichkeiten für den Praxisbedarf unbürokratisch gestaltet und durch die Zusammenarbeit mit anderen, auch nicht-urologischen Genossenschaften erweitert.
|  | Lebensqualität verbessern Der BUND wird weiter die ergänzende Sicherung der Altersvorsorge, die preisgünstige Hotel- und Leihwagenbuchung, die Vergünstigungen beim Neuwagenkauf u.v.m. ausbauen. |
Wenn Ihnen nun die aufgezeigten Möglichkeiten unserer URO-Genossenschaft gefallen und Sie von den zu erwartenden Vorteilen überzeugt sind, dann würden wir uns sehr freuen, wenn wir Sie in Kürze als Mitglied des "BUND DER UROLOGEN e.G." begrüssen dürfen. Hier finden Sie das Beitrittsformular . Die Aufgaben der GenossenschaftDie Rechtsform der Genossenschaft verschafft dem Bund der Urologen e.G. einen großen Handlungsspielraum. So kann sie im Namen ihrer Mitglieder Rahmenverträge mit Kostenträgern im Gesundheitswesen abschließen und die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen, Körperschaften, Verbänden, Institutionen, staatlichen Stellen und Personen fördern. Das dient dem Schutz des Einzelnen gegenüber anderen Dienstleistern im Gesundheitssystem.
Alle Mitglieder der Genossenschaft sind gleichberechtigt und durch Übernahme eines oder mehrerer Geschäftsanteile der wirtschaftlich orientierten Genossenschaft beteiligt. Jahresüberschüsse fließen als Dividende an die Mitglieder zurück, und im Falle seines Ausscheidens hat das Mitglied Anspruch auf Auszahlung seines bilanzierten Geschäftsanteils.
Handlungsfelder und Ziele der Genossenschaft sind neben Vertragsabschlüssen zur Integrierten Versorgung die Kostensenkung durch gemeinschaftlichen Einkauf medizinischer Geräte und Einrichtungen für Arztpraxen und urologische Fachabteilungen. Die Mitglieder werden bei Investitionen, der Nutzung moderner Techniken und im Qualitätsmanagement unterstützt und erhalten Serviceleistungen sowie medizinisch-technische Dienstleistungen für ihre ärztliche Tätigkeit für Ärzteorganisationen und Krankenhäuser. Berufspolitische Aktivitäten einschließlich der Öffentlichkeitsarbeit, Weiterbildungsveranstaltungen und Dienstleistungen in der Gesundheitsberatung und -erziehung werden gefördert. Die Genossenschaft beteiligt sich darüber hinaus an medizinischen Einrichtungen und Betrieben im Gesundheitswesen. Geplant sind ferner Versicherungen zur Altersversorgung und bei Berufsunfähigkeit.
Der Bund der Urologen e.G. ist nach unserer Auffassung der einzige Weg, fachspezifisch die strukturpolitischen und wirtschaftlichen Veränderungen im Gesundheitssystem jetzt und zukünftig abzufedern. Das Ziel ist es, die Verhandlungsposition der Genossenschaft durch eine hohe Mitgliederzahl zu stärken und damit den Krankenkassen und der Politik als starker Verhandlungspartner entgegenzutreten. |  | |