18.02.2012 BDU: Erster Workshop zur überörtlichen BerufsausübungsgemeinschaftUnter dem Titel "Ja - zur ambulanten Urologie" hat ein erster zertifizierter Workshop zur überörtlichen Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) stattgefunden. Anbei Link zum Weiterlesen...
Bericht Workshop zum Download Brief Dr. Axel Schroeder Januar 2012Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Urologinnen und Urologen spielen auch in Zukunft eine wichtige Rolle in der Patientenversorgung. Die Demographie macht vor unserem Fachgebiet nicht halt. Morbidität, Patienten - und Versorgungsstrukturen sind im Wandel wie auch die Ressource Arzt.
Mit dem "BAG"-Workshop startet der BUND DER UROLOGEN e.G. im Auftrag des Berufsverbandes eine neue Seminarreihe für Urologinnen und Urologen in 2012.
Erhalt bzw. Ausbau der urologischen Kompetenz, optimierte Nutzung der Ressourcen, weniger Bürokratie, mehr Lebensqualität, aber auch höhere Budgets bilden die inhaltlichen Eckpfeiler. Dabei können Sie in der eigenen Praxis bleiben, aber Vorteile der Kooperation genießen, Apparategemeinschaften nutzen, ein vollständiges Leistungsspektrum anbieten, ohne alle Zusatzweiterbildungen vorhalten zu müssen. So entsteht eine Form der Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) , die vielerorts noch nicht genutzt wird. Mit diesem Workshop bieten wir allen Mitgliedern des BDU eine Möglichkeit, mithilfe von Experten nicht nur neue Kooperationsformen kennenzulernen und zu diskutieren, sondern auch, diese regional zu konzipieren und umzusetzen.
Dabei stellt eine BAG, sei es für Einzelpraxen und/oder Gemeinschaftspraxen, eine wegweisende Kooperation und eine "Netzstruktur" sowohl für urologische Vertragsärzte als auch für Kliniken dar.
Das Vertragsarztänderungsgesetz, die Berufsordnung und auch das neue Gesundheitsstrukturgesetz, welches seit Anfang des Jahres gilt, mit einer ambulanten spezialfachärztlichenVersorgung und Netzen als Leistungserbringer, fordern nicht nur zum Handeln auf, sondern bieten jetzt auch den Rechtsrahmen.
Der BDU e.V. mit dem BUND e.G. geben den Urologinnen und Urologen die Möglichkeit, praxisrelevante Kooperationen und einen Leitfaden für die Umsetzung zu entwickeln; für unsere Mitglieder ein Service, urologische Praxen künfitg auch in qualifizierten überregionalen Gemeinschaften zu strukturieren.
Mit überörtlichen Berufsausübungsgemeinschaften gestalten wir die Versorgung unserer Patienten qualifizierter, positionieren urologische Praxen und Kliniken zukunftssicherer und verbessern dabei die Lebensqualität im Berufsalltag.
Mit freundlichem Gruß Dr. Axel Schroeder Die überörtliche BerufsausübungsgemeinschaftInnovatives Management onkologischer Erkrankungen zur Stärkung und Verbesserung der ambulanten urologischen Versorgung
Ein Seminarangebot für Urologen:
Die überörtliche Berufsausübungsgemeinschaft
Interaktives Seminar
Referenten:
Joachim Messner, Fachanwalt für Medizinrecht
Dr. Gerd Popa, FA für Urologie
Veranstaltungen:
17.03.2012 - 10:00-15:30 Uhr - Dortmund
12.05.2012 - 10:00-15:30 Uhr - Ludwigshafen
16.06.2012 - 10:00-15:30 Uhr - Köln
08.09.2012 - 10:00-15:30 Uhr - Potsdam
22.09.2012 - 10:00-15:30 Uhr - Nürnberg
Einladungsflyer Veranstaltungen zum Download BAGDie überörtliche Voll-BAG, also der dezentrale Zusammenschluss der Urologen einer Region, ist nach Ansicht des BDU und so gut wie aller ärztlichen Standesvertretungen die beste, weil effektivste Praxisstruktur, um den Herausforderungen des zunehmenden Konkurrenzkampfes erfolgreich zu begegnen. Eine dezentrale BAG bringt den Partnern keine oder nur so viel Veränderung für die bisherige eigene Einzelpraxis, wie gewünscht wird. Es kommt nicht zu einer gleichmacherischen Praxisstruktur, wie sie leider in einigen herkömmlichen Gemeinschaftspraxen besteht, wo der Fleißige für den Faulen mitarbeitet.
Alles bleibt wie es ist: Keine Verlegung des Praxisstandortes und kein Kompetenzverlust für die eigene Praxis. Standortübergreifende BAG für Urologen erfordern auch zunächst keine weiteren Investitionen. Sie bringen aber sofort ideelle und materielle Vorteile: Steigerung der Marktmacht, Verhinderung von Enteignung der Praxis bei Praxisübergabe, wie sie im neuen Versorgungsgesetz droht, Möglichkeit der Zusammenlegung aller Praxis-Labore zu einem einzigen mit Reduzierung lästiger Bürokratie und nervender Auflagen, weil Hygiene-Kontrollen, Instant-Versuche usw. wegfallen, Personal-und Kosteneinsparungen in sehr beachtlicher Höhe, RLV-Zuschlag von 10%, Kostensenkungen bei Einkauf, Versicherungen, Wartungen und vieles mehr.
Besonders aktuell: Auch die Vorgaben der Onkologievereinbarung sind hiermit zu erfüllen und sogar viel einfacher als mit einer Teil-BAG. Für alle die Kolleginnen und Kollegen, die beim Etablierungsversuch einer Uro-Onkologischen Kooperation im Dschungel der Bürokratie hängen geblieben sind, bedeutet dies geradezu eine Erlösung. |